Zum Inhalt springen

Etappe 27

Aus Traumpfad München-Venedig
Version vom 4. November 2026, 22:01 Uhr von Stefan (Diskussion | Beiträge)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Etappe 27
Bocca Callalta → Jesolo
Abschnitt Piave
Strecke 33 km
Aufstieg / Abstieg ↑ 0 m / ↓ 0 m
Gehzeit 8:30 h
Höchster Punkt Bocca Callalta
Schwierigkeit leicht
Stand:
← vorherige Etappe · nächste Etappe →

Überblick

Heute Abend werden wir schon den Geruch des Meeres in der Nase haben. Vor diesem Vergnügen haben wir allerdings eine der wirklich langen Etappen des Traumpfades zu absolvieren. In den Orten am Weg gönnen wir uns kurze Kaffeepausen in den kleinen Bars und stillen unseren Hunger mit Panini und Tramezzini. Im Spätsommer säumen Feigenbäume mit reifen, süßen Früchten die Wege, und wenn man zur Zeit der Weinlese unterwegs ist, bekommt man unterwegs von den Bauern Trauben zum Probieren angeboten. Com’è bella la vita!

Wegbeschreibung

Etappe 27

In Bocca Callalta (A) wenden wir uns nach dem Verlassen des Hotels nach rechts. Kurz vor der Piavebrücke biegen wir erneut rechts auf das Teersträßchen ab, das dort auf dem Piavedamm verläuft. Es führt uns bequem und ohne viel Autoverkehr an Zensòn di Piave vorbei (1, 1:15h) bis nach Campolongo kurz vor Fossalta. Der Damm folgt hier einer großen Schleife des Piave, deswegen setzen wir für etwas über einen Kilometer unseren Weg auf der Hauptstraße fort und unterqueren die Autobahn, bis links die Via Passo Lampol abzweigt. Auf ihr wandern wir vom Verkehrslärm weg, wenden uns sofort wieder rechts und gehen nun an den vereinzelt stehenden Häusern vorbei. Am Ende der Straße halten wir uns rechts in die Via delle Carbonere. Der Fluss bleibt jetzt immer in Sichtweite. Wir passieren die Pontonbrücke von Fossalta (2, 2:30h) und setzen unseren Weg auf der Via Gonfo fort. Die nächste große Schleife des Piave schneiden wir auf der Via Treviso ab, die bald nach rechts abzweigt. Wenn wir bei den Häusern des Weilers Case Grandeigo den Fluss wieder erreichen, zweigen wir nicht mit der Straße nach rechts ab sondern folgen geradeaus dem Feldweg. Die kreuzende Eisenbahnlinie queren wir unter der Eisenbahnbrücke auf dem Fußweg direkt am Flussufer. Ruhig geht es auf diesem nun im Schatten der Bäume nach Musile (3, 4:00h).

Der lärmende Kreisverkehr am Ortseingang beendet jäh unseren Spaziergang am Wasser. Links vom Kreisel weg zweigt die Via Roma ab. Auf ihr betreten wir den Ort, müssen aber gleich wieder nach links auf die Via 29 Aprile wechseln. Zunächst laufen wir nach Osten, dann knickt die Straße nach Süden ab. Am südlichen Ortsrand mündet sie in die Via Indestadura. Nach links streben wir erneut dem Wasserlauf zu, biegen aber gleich wieder nach rechts ein und wandern auf einem Feldweg geradeaus nach Süden, bis wir eine Schleife des Flüsschens Sile erreichen. Nun bleiben wir auf dem herrlich ruhigen Feldweg direkt am Ufer, bis wir in Caposile angelangt sind (4, 5:45h). Hier haben wir bereits 24 Kilometer und somit gut zwei Drittel der Etappe hinter uns. Vor uns liegen noch weitere zehn sehr sonnige Kilometer ohne jegliche Einkehr. Für viele lautet nun die Frage: Weitergehen oder bleiben?

In jedem Fall überqueren wir zunächst die Pontonbrücke über den Taglio di Sile. Dieser Seitenkanal des Sile mündet hier in das Flüsschen, dessen Lauf wir schon die ganze Zeit gefolgt sind. Falls man sich für eine Übernachtung entschieden hat, so steuert man das bei Venediggehern sehr beliebte Bed & Breakfast Erba Matta rechts hinter der Brücke an. Haben wir uns jedoch zum Weiterwandern durchgerungen, so setzen wir unseren Weg nach links fort und gehen nun am rechten Flussufer entlang. Die Hauptverkehrsstraße mit ihrem Lärm bleibt auf der anderen Flussseite. Die vielen Kanäle und Wasserläufe, die wir im zweiten Teil unserer heutigen Etappe gesehen haben, wurden von den Venezianern bereits im Mittelalter angelegt. Die Flüsse Brenta und Sile, die ursprünglich in die Lagune mündeten, wurden umgelenkt und mittels Kanälen stattdessen direkt ins offene Meer geleitet. Der Grund für diese Maßnahmen war, dass man die völlige Verlandung der Lagune durch das Geschiebe der Gebirgsflüsse verhindern musste. Die Lagune war für mehr als 1000 Jahre der natürliche Schutzschild und die Lebensader der Stadt Venedig, für ihre Erhaltung daher kein Preis zu hoch. Dennoch ist der Teil der Lagune, an dem unsere Route jetzt die meiste Zeit entlangführt, stark verlandet und weckt – vom salzigen Geruch abgesehen – nicht unbedingt die Assoziation an Meer. Ohne weiteren Wechsel der Straße gelangen wir schließlich direkt nach Jesolo. Nachdem wir die große Flussbrücke unterquert haben, erreichen wir die linke Seite des Sile und das Stadtzentrum über die kleine Flussbrücke (E, 8:15h). Im Gegensatz zu dem wenige Kilometer weiter Richtung Küste gelegenen Touristenort Lido di Jesolo hat sich der alte Ort noch einen Teil seiner Ursprünglichkeit bewahrt.

Schlüsselstellen und Gefahren

Unterkünfte

Name Höhe Telefon Geöffnet Stand
m
m

Wasser und Einkehr

Varianten und Notabstiege

An- und Abreise

Aktuelle Hinweise

  • Monat Jahr: …

Bilder

Karten

Keine.